Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Bastheim

 

Bastheim liegt im schönen Besengau in der fränkischen Rhön im Landkreis Rhön-Grabfeld. Unser Landkreis Rhön-Grabfeld liegt im Regierungsbezirk Unterfranken und ist der nördlichste Landkreis im Freistaat Bayern. Unser Landkreis liegt im Dreiländereck Bayern, Hessen und Thüringen.

Die Gemeinde Bastheim besteht aus den Ortsteilen Bastheim, Braidbach, Geckenau, Reyersbach, Rödles, Unterwaldbehrungen, Wechterswinkel sowie dem Weiler Simonshof.
Insgesamt leben in der Großgemeinde Bastheim 2364 Bewohner (Stand: 31.12.2010). Bastheim als Hauptort des Besengau mit dem Sitz der Gemeindeverwaltung, einer Grundschule, dem Kindergarten und der dazugehörigen Infrastruktur hat 827 Einwohner.

In allen Ortsteilen bestehen noch Ortsfeuerwehren. Diese sind alle eigenständig und haben jeweils eine eigene Wehrführung, ihre eigene Ausrüstung und ihr eigenes Gerätehaus. Besonders in den Ortsteilen stehen größtenteils moderne Feuerwehrhäuser.
In Unterwaldbehrungen ist ein LF8-leicht vorhanden. Die Feuerwehren Braidbach, Reyersbach und Wechterswinkel sind mit Tragkraftspritzenfahrzeugen TSF ausgerüstet. In Reyersbach und Unterwaldbehrungen stehen jeweils 2 Atemschutzausrüstungen auf den Fahrzeugen zur Verfügung. In Rödles steht noch ein Tragkraftspritzenanhänger TSA zur Verfügung, während die Feuerwehr Geckenau mit 2 PKW Anhängern ausgestattet ist. Die Ausrüstungen sind in der heutigen Zeit bei Einsätzen mehr oder weniger zu gebrauchen. Einige Fahrzeuge und Geräte haben schon weit mehr als 30 Jahre auf dem Buckel. Sie würden auf jeder Oldtimer-Parade ein Hingucker sein. Dies ist heutzutage in unserer technisierten Welt schon sehr kritisch zu sehen.
Ob alle 7 Ortsfeuerwehren einsatztauglich sind darf angezweifelt werden. Bei manchen handelt es sich höchstens um Selbstschutzeinheiten oder auch "Folklore in Feuerwehrtracht", da aufgrund der Ausbildung und der Ausrüstung keine volle Verwendungsmöglichkeit besteht. In absehbarer Zeit wird sich die Politik sicher damit beschäftigen müssen, diese Zustände zu ändern. Auch wird es sicher zukünftig nicht mehr in jedem Ortsteil eine eigene Feuerwehr geben. Momentan ist es allerdings von der Politik und dem Landesfeuerwehrverband Bayern noch so gewollt diese Klein- und Kleinstfeuerwehren zu erhalten. Sind ja schließlich alles Wählerstimmen. Bleibt zu hoffen dass sich das schleunigst ändert.

Als Stützpunktfeuerwehr ist die Freiwillige Feuerwehr Bastheim in unserer Gemeinde und den angrenzenden Orten und Straßen für die Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung zuständig.



Hier nun ein geschichtlicher Abriß ab dem Jahr 1869. Dem Jahr in dem sich Bedeutendes in Bastheim ereignete:



Am 12. August 1869 wurde die neue Pfarrkirche St. Sebastian geweiht.

Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Bastheim fällt ins Jahr 1869. Am 10. Oktober 1869 war die Gründungsversammlung. 40 Wehrmänner trugen sich zum aktiven Dienst in die Liste ein. Als Kommandant wurde Martin Türk gewählt.

Ein Protokollbuch zwischen 1869 und 1900 ist leider nicht mehr vorhanden.

Es liegen nur zwei Daten in dieser Zeit vor:

1870 wurde die erste Spritze beschafft, es handelte sich um eine einachsige Saug- und Druckspritze (diese ist heute bei der FFw Geckenau noch vorhanden, wo sie bis vor wenigen Jahren noch im Einsatzdienst stand, ehe sie durch einen TSA ersetzt wurde)

1896 wurde dann eine pferdebespannte 2-achsige Saug- und Druckspritze beschafft (diese wird heute noch im Lager des Gemeindebauhofes gelagert, da wir im Feuerwehrgerätehaus leider keinen Platz dafür haben)


Einige Auszüge aus dem Protokollbuch ab 1900:

18.02.1900 in der Generalversammlung bei der von 100 Wehrmänner 80 anwesend waren wurden 4 Kameraden für 25jährige Dienstzeit geehrt und mit 50 Lebensjahren von den Übungen befreit; in den Monaten Mai – September wurden 5 Übungen durchgeführt

29.11.1900 wurden in einer außerordentlichen Versammlung 4 Feuerwehrmänner für 25jährige Dienstzeit ausgezeichnet. „Aus Anlaß dieser Feier genehmigte die Gemeindeverwaltung für jedes erschienene Mitglied der Feuerwehr 1 Maß Bier (Anm.: für Außerbayerische: 1 Maß = 1 Liter), was mit Dank angenommen wurde. Mit einer Ovation auf seine königliche Hoheit, dem Prinzregenten Luitpold schloß die Feier.“

27.01.1901 wurde beschlossen, wer ohne Entschuldigung einer Übung oder Versammlung fernbleibt, wird mit einer Ordnungsstrafe von 20 Pfennig belegt. Diese wurde dann durch den Polizeidiener erhoben. Der Kassenstand belief sich auf 6 Mark.

1909 brannte eine Feldscheune auf dem Simonshof

1912 wurde bei der Generalversammlung bekannt gegeben, dass man nur noch bis 48 Jahre aktiven Dienst leisten muß

1913 rückte die Feuerwehr zu einem Brand nach Unterelsbach aus

1914 bei der Generalversammlung waren von 66 Mitgliedern 46 anwesend; bei einer Besichtigung in Frickenhausen erhielt die Bastheimer Wehr „großes Lob“

29.03.1919 fand die erste Versammlung nach dem 1. Weltkrieg statt. Von 66 Mitgliedern waren 57 anwesend. Es wurde aller gefallenen Kameraden und der Kameraden in Gefangenschaft gedacht. Es konnten 11 Neuzugänge verzeichnet werden

12.02.1926 ein Strafgeld von 50 Pfennig bei Abwesenheit wurde beschlossen

11.03.1927 Ludwig Christ scheidet nach 20 Jahren als Adjudant mit Erreichen des 48. Lebensjahres aus

27. 02.1931 „Wegen Nachlässigkeit junger Leute, wegen Teilnahme an Feuerwehrübungen wurde ausdrücklich betont, dass bei dreimaligem Fernbleiben von den Übungen die betreffenden Leute zur Pflichtfeuerwehr überschrieben werden können.“

19.02.1932 das Strafgeld für das Fehlen bei einer Übung wird auf 1 Mark erhöht

04.09.1932 brannten die beiden Scheunen der Wiesenmühle bei Geckenau nieder

05.01.1934 wurde die Gründung der Feuerwehrkasse beschlossen. Jahresbeitrag waren 20 Pfennig. Die Strafe für das Fehlen bei einer Übung oder Versammlung waren 50 Pfennig. Zu dieser Zeit endete nach 30 Jahren auch die Dienstzeit von Kommandant Johann Fick. Er leistete 3 Jahre als Adjudant und 27 Jahre als Kommandant seinen Dienst.

05.07.1934 Bezirksappell durch den Bezirksbrandinspektor:
Dabei wurden Schulungsübungen durchgeführt und die Wehren Bastheim, Braidbach, Frickenhausen, Reyersbach und Wechterswinkel besichtigt. Abschluß war dann ein Konzert im Gasthaus „Zum Hirschen“

03.03.1937 Generalversammlung: von 82 Mitgliedern sind 73 anwesend
Die Feuerwehrdienstpflicht wird auf das 65. Lebensjahr erhöht. Bürgermeister Sturm ruft zu „äußerster Pflichterfüllung“ als Dienst am Vaterland auf

Von 1938 – 1946 liegen keine Aufzeichnungen vor. Im Jahre 1937 oder 1938 wurde die erste Motorspritze beschafft

30.12.1946 erste Generalversammlung nach dem 2. Weltkrieg:
von 69 Mitgliedern waren 66 anwesend
Es wurde allen verstorbenen Feuerwehrmännern gedacht.
Als neuer Kommandant wurde Stefan Erhard und als neuer Adjudant Franz Müller gewählt

05.10.1949 Großbrand in der Kirchgasse in Bastheim

1958 beschafft die Gemeinde einen Tragkraftspritzenanhänger mit dazugehöriger Tragkraftspritze TS8/8

30.10.1959 Brand in der Schreinerei Adolf Kirchner

04.02.1961 fand ein „gutgelungener“ Kappenabend statt

1963 legte erstmals eine Gruppe die Leistungsprüfung in Bronze ab

03.06.1963 Großbrand in den Anwesen Heinrich Kirchner und Klemens Leicht

26.07.1963 Brand in Wollbach

03./04.08.1963 fand der Kreisfeuerwehrtag anlässlich des 90jährigen Bestehens unserer Wehr in Bastheim statt. Dabei wurde der ehemalige Kommandant und jetzige Kreisbrandmeister Stefan Erhard als erster Kamerad unserer Wehr für 40jährige aktive Dienstzeit ausgezeichnet. 22 Kameraden wurden noch für 25jährige aktive Dienstzeit ausgezeichnet

Juni 1965 Brand in Oberwaldbehrungen

26.12.1965 Brand einer Feldscheune in Simonshof

10.06.1968 Brand in Braidbach, „da die Braidbacher Spritze defekt war, begannen wir als erste mit der Brandbekämpfung und übernahmen die Brandwache“

05./06.07.1969 wurde das 100jährige Gründungsfest gefeiert
Dabei legten zwei Gruppen das silberne und eine Gruppe das bronzene Leistungsabzeichen mit Erfolg ab. Bürgermeister Kirchner wurde für 40jährige aktive Dienstzeit ausgezeichnet sowie weitere 24 Kameraden für 25jährige aktive Dienstzeit. Die neue Feuerwehrfahne wurde von Pfarrer Johannes Wendler bei einem Feldgottesdienst am Festplatz gesegnet. Am Nachmittag schlängelte sich ein großer Festzug durch die Ortsstraßen. Das Fest war ein „guter Erfolg“. Es legte auch den finanziellen Grundstock für die geforderte Anschaffung eines Tanklöschfahrzeuges

Bei der Generalversammlung am 31.03.1973 gab Kommandant Anton Türk bekannt, dass durch die Gemeinde ein Tanklöschfahrzeug Magirus Deutz gekauft wird. Dieses wurde noch 1973 ausgeliefert. Das TLF war für das alte Feuerwehrgerätehaus zu groß. Da der Neubau noch nicht fertiggestellt war, wurde es in einer Gerätehalle der Baufirma Otto Behringer untergestellt

1974 wird das neue Feuerwehrgerätehaus fertiggestellt und gemeinsam mit dem Tanklöschfahrzeug TLF16/25 am Feuerwehrfest vom 08. – 10.06. eingeweiht. Das Tanklöschfahrzeug mit den Atemschutzgeräten eröffnete neue Möglichkeiten der Brandbekämpfung.

1974 Brand des Aussiedlerhofes Breunig am Kärnersweg

26.03.1976 Bei der Generalversammlung kritisiert Kommandant Anton Türk den Gemeinderatsbeschluß, der festlegt die TS8 an die Feuerwehr Reyersbach abzugeben. Der Feuerschutz kann mit dem TLF allein nicht gewährleistet werden.
Bei den anschließenden Neuwahlen erklärt die komplette Vorstandschaft ihren Rücktritt. Leo Türk wird zum neuen Kommandanten gewählt, unterstützt wird er vom Adjudanten Günther Dorst. Anton Türk wird von der Versammlung aufgrund seiner Verdienste einstimmig zum Ehrenkommandant ernannt

1977 wird die Funkalarmierung im Gerätehaus installiert

23.03.1979 es wurde beschlossen das Entschuldigungen grundsätzlich schriftlich erfolgen müssen und das unentschuldigte Fehlen mit 2 DM bestraft wird

1980 wurde im TLF ein Funkgerät eingebaut sowie zwei Handfunkgeräte beschafft; die TS8 wurde von der Feuerwehr Reyersbach zurückgegeben; 54 Kameraden beteiligten sich in 6 Gruppen an der Leistungsprüfung

1981 Großbrand bei der Schreinerei Seufert

1982 42 Kameraden legten die Leistungsprüfung ab, darunter die beiden ersten Kameraden die Höchststufe gold/rot, nämlich Franz Juli und Rainer Seufert

1983 Großbrand in Simonshof; Beschaffung einer Anhängeleiter AL12

1984 wurde der Gemeindebauhof erweitert, und das Feuerwehrgerätehaus steht damit wieder der Feuerwehr komplett zur Verfügung; es wird noch ein kleiner Trockenraum geschaffen und der Vorplatz gepflastert

01.03.1985 bei der Generalversammlung wurde eine neue Vereinssatzung verabschiedet
Kreisbrandinspektor Heinrich Bach und Kreisbrandmeister Günter Langenbrunner forderten, dass ein zweites Fahrzeug, wie z.B. TSF oder ein LF8 beschafft wird. Kreisbrandrat Erich Bach zeichnete sieben Kameraden für 25jährige aktive Dienstzeit aus

05.05.1985 wurde erstmals der Florianstag im wieder neu hergerichteten und mit Spinden versehenen Gerätehaus gefeiert. Dabei wurde auch die Anhängeleiter gesegnet.

07.05.1986 nach 10jähriger Dienstzeit stellten sich Kommandant Leo Türk und sein Stellvertreter Günther Dorst nicht mehr zur Wahl. Nach längerer Beratung mit Bürgermeister, Kreisbrandrat, Kreisbrandinspektor und Kreisbrandmeister konnten dann doch noch 2 Kameraden für diese Positionen gefunden werden. Neuer Kommandant wurde Manfred Zirkelbach und neuer Stellvertreter wurde Heribert Degant.

06.02.1987 Leo Türk wurde aufgrund seiner Verdienste um die Wehr einstimmig zum Ehrenkommandanten ernannt

18.03.1988 KBM Langenbrunner forderte dazu auf „durchzugreifen wenn Drückeberger vorhanden sind. Es zählt Qualität, nicht Quantität. Wer nicht mitzieht gehört entlassen“

1989 Brand einer Feldscheune in Simonshof

03.04.1992 die komplette Vorstandschaft scheidet aus dem Dienst. Kassier Norbert Türk und Schriftführer Theo Zimmer waren jeweils 16 Jahre in ihren Ämtern.
Die Neuwahlen gestalteten sich dann äußerst schwierig. Nachdem 16 Vorgeschlagene ablehnten erklärte sich Manfred Zirkelbach nochmals bereit für 6 Jahre als Kommandant zu fungieren. Werner Johannes wird Nachfolger des Kommandantenstellvertreters Heribert Degant

1992 der ehemalige Kommandant und Kreisbrandmeister Stefan Erhard und Ehrenkommandant Anton Türk müssen zu Grabe getragen werden

25.09.1992 Großbrand in Sondheim/Grabfeld

13. – 16.05.1994 wurde das 125jährige Gründungsfest gefeiert
2200 ehrenamtliche Stunden waren notwenig, damit das Jubiläum gebührend gefeiert werden konnte. Höhepunkt war sicherlich der Festzug am Sonntag an dem 85 Feuerwehren begrüßt werden konnten

1995 Großbrände in Oberelsbach und Eußenhausen

01.05.1995 Starker Gewitterguß im Ortsteil Geckenau mit Auspumpen mehrerer Keller. Im
Anschluß daran wurde durch die Kameraden Roland Türk und Michael Zimmer unter Leitung von Jürgen Dickas der Maibaum in Geckenau aufgestellt

März 1996 als Ersatz für die defekte TS8 Baujahr 1958 wurde eine neue TS8/8 vom Typ Ziegler beschafft
bei der Generalversammlung forderten Kommandant Manfred Zirkelbach, KBM a.D. Günter Langenbrunner und KBM Thomas Graumann erneut die Beschaffung eines LF 16 mit Rettungssatz

1997 wurden mehrere Löschfahrzeuge LF16 von den verschiedenen Herstellern vorgeführt und begutachtet. Die Kameraden Werner Johannnes, Günter Langenbrunner, Frank Ress, Michael Zimmer und Manfred Zirkelbach führten zig Ausschreibungen und Verhandlungen zur Beschaffung durch. So konnten der Gemeinde erhebliche Kosten erspart werden.

September 1997 Waldbrand in den Heiligeneller und Großbrand in Rödles

November 1997 beschloß der Gemeinderat die Beschaffung eines Löschfahrzeuges LF16 der Firma Metz mit MAN-Fahrgestell

21.03.1998 Kommandant Manfred Zirkelbach stellte sich nach 12 Jahren an der Spitze der Wehr nicht mehr zur Wahl. Als Nachfolger wurde Michael Zimmer gewählt.

09.10.1998 um auch in Zukunft eine ausreichende Mannschaftsstärke aufzuweisen wurde eine Jugendfeuerwehrgruppe gegründet. 14 Jugendliche traten der Jugendgruppe bei. Erster Jugendwart wird Jürgen Pfeuffer.

16.10.1998 konnten wir das langersehnte Löschgruppenfahrzeug LF16/16 bei der Firma Metz in Karlsruhe in Empfang nehmen. Bei der Rückkunft wurden wir bereits von der Musikkapelle Bastheim, Bürgermeister Manfred Dietz und einigen Gemeinderäten erwartet. Die Fahrzeugübergabe durch Bürgermeister Dietz an Kommandant Zimmer erfolgte am Dorfplatz. Am Feuerwehrgerätehaus wurde dann ein gemütlicher Abend gefeiert.
Damit stand endlich ein Fahrzeug zur Verfügung das neben der Brandbekämpfung auch für die technische Hilfeleistung einsetzbar war.

März 1999 durch den Feuerwehrverein wird ein gebrauchter VW-Bus vom Bundesgrenzschutz beschafft. Kameraden der Wehr bauten diesen in Eigenregie zum Mehrzweckfahrzeug MZF für unsere Belange um. Vor allem die Farbe wird von dunkelgrün auf feuerwehrrot umgestellt.

April 1999 unser altes Tanklöschfahrzeug ging außer Dienst

08. – 10.05. 1999 der Florianstag wurde etwas größer gefeiert. Am Samstag legten erstmals 23 Kameraden die Leistungsprüfung „Die Gruppe im Technischen Hilfeleistungseinsatz ab“. Am Sonntag wurden dann das neue LF 16/16 und das MZF durch Pfarrer Karl Dietz gesegnet und eingeweiht. Bei einer Schauübung zeigten wir dann der Bevölkerung welche technischen Möglichkeiten wir jetzt zur Unfallrettung haben.

04.09.1999 wir mussten unseren Ehrenkommandanten Leo Türk zu Grabe tragen

2000 unsere Alarmierung wurde durch die Beschaffung von 12 Funkmeldeempfängern verbessert

03.03.2001 Kreisfeuerwehrtag in der Besengauscheuer
dabei wurden von den Referenten verschiedene Löscheinrichtungen und Löschmittel vorgestellt und besonders auf die Verwendung von Rauchmeldern hingewiesen; sieben Kameraden werden für 25jährige aktive Dienstzeit ausgezeichnet. Bürgermeister Manfred Dietz erhält die Silberne-Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes

Mai 2001 führte die Deutschland-Tour der Radfahrer auch durch Bastheim. Wir übernahmen die Verkehrsregelung und gemeinsam mit der Kolpingfamilie den Verpflegungsstand für die vielen Zuschauer

06.09.2003 erstmals konnten wir zwei Mädchen für die Arbeit in der Jugendfeuerwehr gewinnen

23.01.2004 aufgrund seiner Verdienste wurde Manfred Zirkelbach einstimmig zum Ehrenkommandant ernannt

März/April 2006 Michael Zimmer tritt als Vorsitzender des Feuerwehrvereines zurück. Die Satzung des Verein wird dahingehend geändert, daß der 1. Kommandant nicht mehr automatisch auch der Vereinsvorsitzende sein muß. Als neuer Vereinsvorsitzender wird Manfred Zirkelbach gewählt. Der Verein bleibt auch weiterhin kein "eingetragener Verein"

Okt. 2008 anläßlich des 10-jährigen Bestehen der Jugendgruppe findet eine Feier mit den ehemaligen und den heutigen Jugendlichen und Jugendwarten statt

9./10. Mai 2009 Florianstag in der Besengauscheuer mit 140-jährigem Gründungsfest und 10 Jahre Jugendgruppe


Die Chronik wurde 1969 von Hermann Leicht erstellt, 1994 von Klaus Scheuring weitergeführt und 2005 von Michael und Theo Zimmer aktualisiert.



Schlußwort

In den bisherigen 135 Jahren des Bestehens konnte unsere Wehr durch das Engagement aller Kameraden und mittlerweile auch einer Kameradin die an sie gestellten Aufgaben meistern. Es wurden ungezählte Stunden unentgeltlich für die Bevölkerung geleistet. Die Personalstärke geht in den letzten Jahren stetig zurück. Standen früher teilweise über hundert Wehrmänner zur Verfügung sind es heute nicht mal mehr die Hälfte, trotz der gestiegenen Anforderungen und Einsatzzahlen. Das Einsatzspektrum hat sich von der Brandbekämpfung hin zur technischen Hilfeleistung gewandelt.

Die Bereitschaft ehrenamtlichen Dienst zu leisten geht immer mehr zurück. Die Feuerwehrleute arbeiten oftmals auswärts und die Arbeitgeber machen Probleme mit der Freistellung. Hier wäre unsere Politik gefordert das Ehrenamt aufzuwerten. Doch stattdessen werden immer neue Hürden aufgebaut. Anstatt sich um ihre Aufgaben zu kümmern predigen viele Politiker nur in Sonntagsreden von der Ehrenamtlichkeit und schlagen sich anschließend die eigenen Taschen voll. Die kleine Kommune und der kleine Feuerwehrmann sollen dann das, was weiter oben verbrochen wird, unten wieder ausbaden.

Ob es in 135 Jahren noch eine Freiwillige Feuerwehr Bastheim gibt steht in den Sternen. Es ist allerhöchste Zeit so manches in unserer Gesellschaft zu ändern. Stehen wir auf und ändern aktiv mit bevor wir weiter geändert werden. Wir brauchen neue Denkweisen, nur mit dem Festhalten an Traditionen allein ist es nicht getan.
„Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“

Allen Kameraden, Mitgliedern und Freunden unserer Wehr gilt mein herzlicher Dank für alle geleisteten Dienste und die gute Unterstützung. Bleibt weiter bei der Stange, denn nur gemeinsam sind wir stark. In diesem Sinne alles Gute für unsere gemeinsame Zukunft.

„Einer für alle, alle für einen - Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“

Michael Zimmer, 1. Kommandant 5. Februar 2005

 

Kommandanten der FFw Bastheim

1869 - 1876

Martin Türk

1876 - 1898 Josef Schultheis
1898 - 1907 Anton Hartung
1907 - 1934 Johann Fick
1934 - 1938 Josef Krämer
1938 - 1946 Karl Sturm
1938 - 1946 Anton Krämer
1938 - 1946 Adolf Kirchner
1946 - 1956 Stefan Erhard
1956 - 1961 Leo Then
1961 - 1966 Franz Zimmer
1966 - 1976 Anton Türk
1976 - 1986 Leo Türk
1986 - 1998 Manfred Zirkelbach
seit 1998 Michael Zimmer

 

Stv. Kommandanten

1904 - 1907

Johann Fick

1907 - 1927 Ludwig Christ
1927 - 1934 Ludwig Then
1935 - ? Josef Hemmert
1946 - 1956 Franz Müller
1956 - 1961 Franz Zimmer
1961 - 1968 Erich Dickas
1968 - 1976 Alois Krämer
1976 - 1986 Günther Dorst
1986 - 1992 Heribert Degant
1992 - 2001 Werner Johannes
2001 - 2005 Bernhard Seufert
2005 - 2006 kom. Manfred Zirkelbach
2006 - 2010 Heiko Zimmer
seit 2010 Sebastian Karl

 

Ehrenkommandanten

Ernannt am
?
Johann Fick
 
26.03.1976
Anton Türk
06. 02.1987
Leo Türk
 
23.01.2004
Manfred Zirkelbach

 

Bürgermeister der Gemeinde Bastheim seit 1863

(kraft Gesetz jeweils Vorstände der „Freiwilligen Feuerwehr Bastheim als Öffentlicher Einrichtung
der Gemeinde Bastheim“)

Georg Gerngras
1863 - 1875
Chrysostimus Fromm
1876 - 1881
Wunibald Hartmann
1882 - 1893
Raimund Leicht
1894 - 1905
Anton Sterzinger
1906 - 1919
Wunibald Türk
1920 - 1933
Adolf Sturm
1934 - 1945
Fridolin Breunig
1946 - 1956
Heinrich Kirchner
1957 - 1978
Georg Türk
1978 - 1984
Manfred Dietz
1984 - 2008
Anja Seufert
seit 2008

 

Überörtliche Führungskräfte (Kreisbrandmeister)

1951 - 1966

Stefan Erhard

1982 - 1994 Günter Langenbrunner

 

Vereinsvorsitzende

bis 2006 laut Satzung immer automatisch der
jeweilige 1. Kommandant

2006 - 2010 Manfred Zirkelbach
seit 2010 Sebastian Karl

 

Unseren Toten zum Gedenken

Wir gedenken aller unserer verstorbenen, gefallenen und vermißten Kameraden

besonders

unseren Ehrenkommandanten
Johann Fick, Anton Türk und Leo Türk

 

+ + +   Ehre ihrem Andenken   + + +